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Oder Barcelona Chair wie er auch genannt wird, von Ludwig Mies van der Rohe, ist nicht aus dem Nichts entstanden. Er ist und bleibt eines der Klassiker unter den Möbeldesign Entwürfen schlechthin, aber viele wissen nicht, dass er “nur“ Teil eines architektonischen Gesamtkonzeptes für den Deutschen Pavillon der Weltausstellung 1929 in Barcelona war.
So sollte man in der Kritik auch stets die Bedeutung der für diese Zeit radikalen Architektur des Pavillons ins Auge fassen, dessen Dach auf filigranen Stützen ruht und im Zusammenspiel mit den Wänden keine abschließende Funktion mehr einzunehmen scheint. Vielmehr strukturieren sie einen Raumfluss, der selbst die Grenzen zwischen innen und außen aufhebt.
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Für den derzeitigen Geist ein revolutionärer Entwurf von Mies van der Rohe, was die Aussteller aber nicht daran hinderte den Pavillon nach der Weltausstellung abzureißen und die kostbaren Materialien zu verkaufen. Der heutige Pavillon in Barcelona ist lediglich eine Rekonstruktion nach Originalplänen aus dem Jahr 1983.
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Aber so wie das Gebäude für das der Barcelona Sessel entworfen wurde, besitzt es selbst ein Design das sich auf das wesentliche beschränkt und daraus seinen Reiz entfaltet. Eine Komposition aus Stahl und Leder. Die geschwungenen Füße und somit das tragende Gerüst aus verchromten Flachstahl beeindrucken durch ihre Form und Feinheit und gerade durch das glänzende Metall vermitteln sie auch Kraft und Stabilität. Es bildet geradezu ein ausgleichendes Anti zum strengen eckigen Lederkissen mit gleichmäßiger Knopfpolsterung. Die zwei Elemente des Barcelona Sessel, denn mehr gibt es ja nicht, geben sich in ihrer Andersartigkeit der Sprache die Hand und man fragt sich: Hätte es jemals noch einleuchtender, einfacher und klarer sein können als es bereits ist?

02/03/2009
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